Weimar im Wandel

Die Transition-Town-Initiative für Weimar.

SoLawi

Unsere Versorgungsgemeinschaft mit Diestels-Sonnengarten.

Häufig gestellte Fragen

Da das Thema Solidarische Landwirtschaft hier in Weimar noch nicht so bekannt ist werden uns häufig Fragen zum Ablauf gestellt.
Hier gibt es die Antworten auf die häufigsten Fragen zum Ablauf und Organisation mit den Gärtnern von Diestels Sonnengarten.

*Wie hoch ist der monatliche Solidarbeitrag? Nein, die Frage ist eher:

Wie viel ist mir/uns das Gemüse wert, und, vor Allem, wie viel kann ich mir leisten, als solidarischen Beitrag aufzubringen? 
Klarer Wunsch der Gärtner: Niemand soll die Solawi verlassen (müssen) bzw. nicht teilnehmen können, weil er/sie sich das Gemüse nicht leisten kann.
Also: bitte sprecht Euch in eurer häuslichen Abnehmergruppe – Paare, Familien, WGs –  vorher ab, was euer Angebot ist, was ihr geben könnt, wo eure „Schmerzgrenze“ ist. Wir wünschen uns einen offenen Diskussionsprozess, in dem wir in Gruppen (pro Keller, pro Stadt) festlegen, wie hoch unser Solidarbeitrag für das Gemüse sein wird. Wichtig ist uns einen guten Kompromiss zu finden, der die Bedürfnisse der Gärtner und des Hofes im Blick hat und diejenigen der Abnehmergruppen.
Zur Jahresvollversammlung im Frühjahr stellen die Gärtner vor, was im letzten Gemüsejahr verbraucht wurde und wie das Budget für das kommende aussehen muss, damit wir weiterhin Gemüse erhalten können.
Der Richtwert für das Gemüsejahr 2015/2016 liegt bei monatlich 68,90 € pro Portion, damit die wichtigsten Kosten abgedeckt sind.

Innerhalb der Gruppe können Anteile und Höhe der Beträge auch abgesprochen werden. Wenn nicht so viel benötigt wird kann man sich auch mit jemand anderen den Ernteanteil und damit den Beitrag teilen. Sprecht uns einfach an oder bringt einen anderen halben Esser gleich mit.

*An wen wende ich mich wenn ich mitmachen möchte?

Daniel ist der Ansprechpartner für Interessierte.
Anfragen an: „Daniel.Gaede [_ät_] t-online [_punkt_] de“

Wie hoch ist der Beitrag für Kinder?

Dieses Thema wollen wir noch diskutieren. Probiert aus wie Ihr mit einer Portion ausreicht – dann sehen wir weiter.

*Was mache ich wenn ich mir den Betrag nicht leisten kann?

Es wäre schade wenn es am Geld scheitern sollte. Also sprecht uns an wenn ihr Interesse an diesem Projekt habt, euch einen vollen Betrag aber nicht leisten könnt. Innerhalb der Abnehmergruppe lässt sich sicherlich eine Lösung finden. Das ist schließlich der Kerngedanke dieses solidarischen Projektes!

*Wie erreicht mich mein Gemüse?

Das Gemüse erreicht uns in Kisten, die nicht für die Abnehmer vorsortiert oder portioniert sind. Diese Kisten (die Grünen, die ihr vom Markt kennt) stehen in einem Lagerraum und sind für die Mitglieder jederzeit zugänglich. Jeder kann sich nehmen was für die Woche benötigt wird. … oh oh… Keine Angst! Die Frage wird gleich geklärt:

*Wie wird sichergestellt dass ich genug Gemüse bekomme?

Eine häufig gestellte Frage. Da die Ernte nicht pro Abnehmer portioniert wird, liegt die Verteilung bei uns. Grundsätzlich: Es ist genug für alle da. Für den Ablauf der Entnahme in den Lagerräumen haben wir verschiedene Konzepte ausprobiert und eins für uns für eine Strichliste entschieden. Auf dieser Strichliste stehen alle Namen des Gemüseabholer/innen. Wer sein Gemüse bereits abgeholt hat, macht ein Kreuz. So sehen die anderen für wie viel Menschen das übrige Gemüse noch reichen muss. Wer ein bestimmtes Gemüse nicht mag nimmt den entsprechenden Anteil und legt es in die „Frei für alle“ Kiste.

Das Konzept hat sich für unsere bestehenden Gruppen gut bewährt. Für neue Gemüsegruppen kann sich natürlich auch eine andere Art der Verteilung besser anbieten, das entscheidet dann die Gruppe für sich.

*Wo hole ich meine Gemüse ab?

Wir haben im Moment zwei Verteilerstellen in Weimar.
Eine sehr zentrale, und eine in Oberweimar:

Solawi-Keller-Weimar-Frühjahr 2013

Weitere Verteilerstellen sind gesucht!

*Wie komme ich an mein Gemüse?

Wir wollen die Abholstelle für jeden zugänglich gestalten. Unabhängig von Tageszeiten – so dass jeder sein Gemüse holen kann wie es der individuelle Tagesablauf erlaubt. Dies bedeutet für den Raum, das er mit mehreren Schlüsseln ausgestattet werden kann oder einem Zahlenschloss gesichert ist.

*Wie oft gibt es eine neue Lieferung?

Im Sommer wird ein Mal pro Woche geerntet und wir bekommen kurz danach die frische Lieferung. Im Winter gibt es alle 14 Tage frisch geerntetes Gemüse. Diese wird von unserem Fahrer bei Diestels-Sonnengarten in Schmölln/bei Kahla abgeholt. Im Moment haben wir einen Freiwilligen der sich um den Transport kümmert.
Abholtag ist momentan noch der Dienstag, so dass ab ca. 17.00 h das Gemüse für uns verfügbar ist. Ab Juni 2014 wird immer am Donnerstag geliefert, damit man am Wochenende Zeit hat zur Verarbeitung….

*Gibt es einen Ansprechpartner? Wer organisiert das alles?

Wir organisieren uns selber! Wir als Abnehmergruppe kümmern uns um den Transport, die Lagerung, die Verteilung… Die Aufgaben verteilen wir unter uns und jeder ist gefragt wenn es mal brennt. Es gibt keine Verpflichtungen und jeder bringt ein was möglich ist – wenn es möglich ist. Das OrgaTeam trifft sich alle 14 Tage im Laden ET67, dort sind alle gern willkommen! Schaut in den Kalender von Weimar-im Wandel…

Übrigens: Wir suchen neue Keller als Lieferstelle – wir eine Idee hat, bitte melden!

*Was ist der Unterschied zur Biokiste?

In unserem Projekt werden keine Lebensmittel aus dem Großmarkt zugekauft. Es gibt nur das, was der Garten hergibt. Und ihr nehmt euch nur so viel wie ihr wirklich braucht. Wenn die Gruppe der Meinung ist, das ein bestimmtes Gemüse nicht schmeckt, oder nicht reicht sagen wir das den Gärtnern und wir bekommen davon weniger/mehr oder es wird etwas anderes dafür angebaut.

Es ist den Gemeinschaften der Verteilerstellen überlassen, weitere Lebensmittel in Kaufgemeinschaften zu organisieren; so gibt es in Oberweimar z.B. zusätzlich verschiedene Möglichkeiten, so z. B. : Milchprodukte/Brot/Getreide/Nüsse+Trockenfrüchte/Citrusfrüchte sind zu beziehen…

Unser Fahrer hält auf seinen Wegen immer Ausschau nach neuen Möglichkeiten, und wer andere Verbindungen sieht, gibt Bescheid.. Auch haben wir eine kleine Tauschecke…

*Ich esse sehr viele Tomaten.
oder: Ich kann keinen Kohl essen!

Was tun bei bestimmten Vorlieben und Abneigungen? Muss alles aufgegessen werden was kommt? Nein!
Nimm dir das was du magst und lass den anderen was du nicht magst. Es gibt immer jemanden der gerne Rosenkohl ißt. Am Ende der Woche oder des Monats pendelt sich der Verbrauch ein und wir und die Gärtner wissen was mehr oder weniger gefragt ist.

*Was passiert mit den Resten?

Wenn nach ca. 4 Tagen etwas übrig bleibt haben wir verschiedene Ideen wie wir damit umgehen. Zum einen natürlich schauen, ob wir prinzipiell immer zu viel bestellen – dann passen wir die Abnahmemenge auf unseren Verbrauch an.
Das was dann noch übrig bleibt würden wir gerne an andere Projekte oder Bedürftige spenden. Dies wird in der Abnehmergruppe noch besprochen.

*Ich habe Urlaub, kann ich auch mal aussetzen?

Nein, leider nicht. Die Laufzeit beträgt ein Erntejahr.
In der Gruppe lässt sich über alles reden und vielleicht organisierst du Bekannte die deinen Anteil sogar als Probemonat übernehmen wollen während du weg bist oder jemand hat Besuch und freut sich über deinen Anteil.

*Muss ich im Garten mitarbeiten?

Nein! Müssen tut hier keiner. Arbeitseinsatz wird nicht erwartet. Wenn du allerdings möchtest, bist du jederzeit willkommen dich einzubringen.

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4 Gedanken zu „SoLawi

  1. Pingback: Solidarische Landwirtschaft. Eine gute Alternative. « Weimar im Wandel

  2. Frage: Kann ich auch mit mehreren einen Korb teilen, wenn ich zum Beispiel als Student sage, cih kaufe den Korb für meine ganze WG oder ich kann mir das alleine nicht leisten?

    Gibt es da Regelungen?

  3. Hallo N, es teilen sich einige von uns einen Korb. Weil nicht jeder Zeit zum kochen hat oder es finanziell nicht anders geht. Sich zu zweit einen zu teilen klappt prima. Mit zwei Familien sich eine Ration zu teilen kann dann etwas mau von der Ausbeute werden. Wenn du das für die WG nimmst und ihr euch da reinteilt ist das total ok.

    Grüße,
    Andreas

  4. Pingback: Let’s BRUNCH! | Weimar im Wandel

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