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Neonikotinoide: „BUND gewinnt vor Gericht gegen Bayer“

Biene stirbt durch Neonikotinoide  (nils volkmann)
„Naturschützer vom BUND dürfen Bayer-Pestizide als „bienengefährlich“ bezeichnen.“
Ist das eine gute oder – wenn man den Kontext bedenkt – eine eher schlechte Nachricht?
Die taz von gestern (11.03.) berichtet, dass Pestizide von Bayer als „bienengefährlich“ bezeichnet werden dürfen. Hier der Artikel: http://taz.de/BUND-gewinnt-vor-Gericht-gegen-Bayer/!156247/

Hintergrund: Bayer stellt Pestizide, die unter die Klasse der Neonikotinoide (Kurzform im Englischen: „Neonics“) fallen. Diese Pestizide sind nachweislich dafür verantwortlich dass das Lernvermögen und die Kommunikationsfähigkeit der Bienen beeinträchtigt wird. Das klingt vielleicht harmlos, wenn man allerdings bedenkt was für ein hochkomplexes, soziales Lebewesen der Bien (das gesamte Volk) ist, dann lässt es sich leicht erklären, warum ganze Bienenstöcke aufgrund der ‚Neonics‘ verenden. „So gibt es etwa Studien des Biologen Randolf Menzel von der Freien Universität Berlin, wonach Neonikotinoide das kartenartige Gedächtnis der Tiere stören, so dass diese nicht mehr sicher zum Stock finden.(taz)“
-> Zusammengefasst: selbst wenn die Einzeldosis für viele einzelne Bienen nicht letal, also tödlich sein sollte, werden sie dennoch in ihrem Verhalten, Gedächtnis- und Kommunikationsfähigkeiten gestört, so dass der ganze Organismus und Organisation des Schwarmes zusammenbricht. Es reicht dazu beispielsweise die Komplexität des Schwänzeltanzes zu beobachten, um zu bemerken wie ausgebildet und fragil die Kommunikation zwischen den Bienen ist.

Viel krasser ist es allerdings, dass Bayer diese Pestizide weiterhin unter den harmlos klingenden Titeln, wie „Schädlingsfrei Calypso“ und „Zierpflanzenspray Lizetan“ (beide enthalten den Pestizidwirkstoff Thiacloprid) in den Garten- und Baumärkten verkauft. Die Naturschützer vom BUND haben zwar vorläufig den Erfolg errungen, die Wahrheit über die Pestizide in ihren eigenen Unterlagen veröffentlichen zu dürfen.(sic!) Allerdings bleiben den Käufern der Bayer-Produkte diese Auswirkungen weiterhin verborgen. Es wäre doch ein Traum wenn diese Produkte endlich auch mit dem dicken Warn-Hinweis „bienengefährlich“ verkauft werden müssten.
Und wer es zum Abschluss zynisch will, guckt sich die Produktseiten auf denen Bayer noch immer behauptet sie seien „nicht bienengefährlich“ (Calypso) und sogar mit dem Logo einer glücklichen, dicken Biene auf der Flasche (Lizetan) wirbt! Simply disgusting!

PS. Fatal ist das Ganze dann, wenn sogenannte Bienenexperten immer noch in ihren Vorträgen behaupten, dass der Zustand der Bienenvölker nichts mit dem Einsatz von Pestiziden zu tun hätte. !?
*n

Die Bienengruppe schwärmt(e) am Samstag.

Diesen Samstag trifft sich die Bienengruppe um 10.oo Uhr in Lars seinem Garten in Kromsdorf. Wir wollen seine Oberträgerbeuten anschauen, uns austauschen und einfach mal wieder treffen. Treffpunkt wäre 10 vor 10 auf dem Parkplatz hinterm Schloss Kromsdorf.

Nachtrag 12.03.2013 – Das Treffen war kalt, und feucht aber wunderbar.
Allein für den Geruch beim Öffnen Top-bar hive (Oberträgerbeute) hat sich der Ausflug am Morgen gelohnt.
Hier ein paar Bilder:


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