Weimar im Wandel

Die Transition-Town-Initiative für Weimar.

Archiv für die Kategorie “Bienen”

05. März – Onlinekurs der Vhs: "Mit den Bienen leben"

Der beeMOOC ist ein Onlinekurs über naturnahe Bienenhaltung für Interessierte mit und ohne Bienen.
Im Onlinekurs behandeln wir die Grundsätze der wesensgemäßen Bienenhaltung.

  • ab Do., 05.03.2020, 18:30 – 20:00 Uhr
  • Kursgebühr: 30,- Euro
  • 3 Termine
  • Kursleitung: Max Reschke

Sie werden erfahren, dass der Bienenstock viel mehr ist als Arbeiterinnen, Drohnen und Königin. Sie bekommen außerdem einen Überblick über den aktuellen wissenschaftlichen Stand zur Frage, wie man Bienen artgerecht in ihrem natürlichen Habitat halten kann. Das wird gerade sehr kontrovers diskutiert und die Erkenntnisse könnten einen weiteren Schritt zur Rettung der Honigbienen bedeuten.

Weitere Infos unter vhs Weimar.

Der Bienenflüsterer war da.

Es war ein wundervoller Abend im Bienenmuseum! Am 27.1. hat uns Tom Bluewolf besucht und das Bienenmuseum platzte aus allen Nähten. Ca. 150 Menschen sind unserem Ruf gefolgt und lauschten Tom und dem Übersetzer, was er über die indigene Sicht über die Bedeutung der Bienen zu erzählen hatte. Viele waren sehr inspiriert und berührt nach Hause gegangen, danke für euer Kommen! Schaut euch dazu gerne den SalveTV Beitrag an:

Der Bienenflüsterer. Am 27.1. im Bienenmuseum.

Wir freuen uns euch zu einer Veranstaltung ins Bienenmuseum einzuladen! Tom Bluewolf vom Stamm der Creek ist in Deutschland und hält einen spannenden Vortrag.

Am Freitag, 27.1.2017 um 19 Uhr im Bienenmuseum (Ilmstraße 3, Weimar) geht es los. Der Vortrag ist in englisch und wird auf deutsch übersetzt. Der Eintritt ist frei, wir freuen uns aber über Spenden um die Projekte von Tom zu unterstützen.

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Neonikotinoide: „BUND gewinnt vor Gericht gegen Bayer“

Biene stirbt durch Neonikotinoide  (nils volkmann)
„Naturschützer vom BUND dürfen Bayer-Pestizide als „bienengefährlich“ bezeichnen.“
Ist das eine gute oder – wenn man den Kontext bedenkt – eine eher schlechte Nachricht?
Die taz von gestern (11.03.) berichtet, dass Pestizide von Bayer als „bienengefährlich“ bezeichnet werden dürfen. Hier der Artikel: http://taz.de/BUND-gewinnt-vor-Gericht-gegen-Bayer/!156247/

Hintergrund: Bayer stellt Pestizide, die unter die Klasse der Neonikotinoide (Kurzform im Englischen: „Neonics“) fallen. Diese Pestizide sind nachweislich dafür verantwortlich dass das Lernvermögen und die Kommunikationsfähigkeit der Bienen beeinträchtigt wird. Das klingt vielleicht harmlos, wenn man allerdings bedenkt was für ein hochkomplexes, soziales Lebewesen der Bien (das gesamte Volk) ist, dann lässt es sich leicht erklären, warum ganze Bienenstöcke aufgrund der ‚Neonics‘ verenden. „So gibt es etwa Studien des Biologen Randolf Menzel von der Freien Universität Berlin, wonach Neonikotinoide das kartenartige Gedächtnis der Tiere stören, so dass diese nicht mehr sicher zum Stock finden.(taz)“
-> Zusammengefasst: selbst wenn die Einzeldosis für viele einzelne Bienen nicht letal, also tödlich sein sollte, werden sie dennoch in ihrem Verhalten, Gedächtnis- und Kommunikationsfähigkeiten gestört, so dass der ganze Organismus und Organisation des Schwarmes zusammenbricht. Es reicht dazu beispielsweise die Komplexität des Schwänzeltanzes zu beobachten, um zu bemerken wie ausgebildet und fragil die Kommunikation zwischen den Bienen ist.

Viel krasser ist es allerdings, dass Bayer diese Pestizide weiterhin unter den harmlos klingenden Titeln, wie „Schädlingsfrei Calypso“ und „Zierpflanzenspray Lizetan“ (beide enthalten den Pestizidwirkstoff Thiacloprid) in den Garten- und Baumärkten verkauft. Die Naturschützer vom BUND haben zwar vorläufig den Erfolg errungen, die Wahrheit über die Pestizide in ihren eigenen Unterlagen veröffentlichen zu dürfen.(sic!) Allerdings bleiben den Käufern der Bayer-Produkte diese Auswirkungen weiterhin verborgen. Es wäre doch ein Traum wenn diese Produkte endlich auch mit dem dicken Warn-Hinweis „bienengefährlich“ verkauft werden müssten.
Und wer es zum Abschluss zynisch will, guckt sich die Produktseiten auf denen Bayer noch immer behauptet sie seien „nicht bienengefährlich“ (Calypso) und sogar mit dem Logo einer glücklichen, dicken Biene auf der Flasche (Lizetan) wirbt! Simply disgusting!

PS. Fatal ist das Ganze dann, wenn sogenannte Bienenexperten immer noch in ihren Vorträgen behaupten, dass der Zustand der Bienenvölker nichts mit dem Einsatz von Pestiziden zu tun hätte. !?
*n

„Der Bücherskorpion – Rettet ein Skorpion die Honigbiene?“

Liebe Bienenfreunde, diese Neuigkeiten klingen so vielversprechend, das ich sie unbedingt teilen muss. Es geht um eine ganz natürliche Art der Varroa-Bekämpfung: Den Bücherskorpion, der wie die Forschung sagt, bis vor wenigen Jahrzehnten noch in Bienenstöcken ganz natürlich vorkam und eine Art Symbiose mit der Biene eingegangen ist. Es heißt, dass im besonderen die modernen Beuten keinen notwendigen Lebensraum für den Bücherskorpion bieten. Wenn das nicht nach einer Rückbesinnnung nach ursprünglicheren und wesengerechten Beuten klingt!? Ich zitiere aus dem Artikel:
Bücherskorpion- (Chelifer cancroides)

1) Der für den Menschen vollkommen ungefährliche Bücherskorpion ist in Mitteleuropa heimisch – vor allem in staubigen Ecken unserer Wohnungen und Dachböden -und mit durchschnittlich 3,6 mm etwa dreimal so groß wie die Varroa-Milbe. Die bevorzuge Mahlzeit des Skorpions sind Bücher- und Staubläuse, Bettwanzen und: Milben. Die spießt er mit seinen Scheren auf und lähmt sie mit einem Biss seines Giftzahns. Anschließend saugt der Bücherskorpion die Milbe aus.      2) Wenn doch der Bücherskorpion so gerne Varroa-Milben aussaugt, weshalb ist er dann nicht schön längst in den Bienenstöcken anzutreffen? Vermutlich liegt das an den modernen „Beuten“ (der Kasten, in dem ein Bienenvolk lebt), die für den Bücherskorpion kein natürliches Habitat mit ückzugsmöglichkeiten darstellen: glatte Holz- oder Styroporwände ringsum bieten schlichtweg keine Höhlen oder Spalten.            3) Pseudoskorpione leben und lebten bereits seit Urzeiten in Symbiose mit den Bienen. In vielen Ländern sind diese noch heute in einer Symbiose vereint. Vor 1977 und vor der Anwendung von Akariziden [Pestizide zur Bekämpfung von Milben], befanden sie sich auch in den Bienenstöcken in unseren Breiten. Das Einsetzen der Pseudoskorpione bringt also ein Stück Natur zurück in die Stöcke.      4) Und auf der Seite von Torben Schiffer heißt es: Die Sorge, dass Bienen durch Bücherskorpione geschädigt werden ist absolut unbegründet. Außerdem ist faktisch Bewiesen, dass erst die Imker, vor wenigen Jahrzehnten, diese funktionierende Symbiose durch Säuren, Neurotoxine und moderne Bienenstöcke ausgelöscht haben. Da nicht die Menschen die Pseudoskorpione in die Bienenstöcke gesetzt haben, sondern diese im Laufe der Evolution auf natürliche Weise eine Symbiose mit den Bienen entwickelten, ist anzunehmen, dass diese bereits seit Jahrtausenden, – wenn nicht seit millionen von Jahren bestand hatte.

Die aktuellen Forschungsergebnisse zum Bücherskorpion verdanken wir Torben Schiffer und seinem Verein  „Beenature – Save the Bees – Verein zur Rettung der Honigbienen“. Der Verein forscht auch gezielt nach der Frage „Wie können die Bücherskorpione wieder in die Bienenstöcke eingebracht werden?“ Alles weitere gibt es auf der Webseite zu lesen. Leider gibt es bisher noch keine größere Zucht für Pseudoskorpione und damit noch keinen einfachen Weg sich Bücherskorpione zu besorgen. Auf der sehr ausführlichen Seite von Torben Schiffer heißt es: „Bislang bleibt nur die Möglichkeit, sich zuhause selbst eine kleine Zucht anzulegen und die Tiere zu vermehren. Die Zucht dieser Tiere ist sehr einfach. Mann benötigt nur ein entsprechendes Gefäß wie z.B. eine große Tupperschale und noch ein paar einfache, weitere Bestandteile – fertig ist das Zuchtgefäß.“ Ich denke es wird sich wohl jeder Imker mit wesensgerechter Bienenhaltung für die Forschung zum Bücherskorpion interessieren. Aber genug der Worte – Schaut Euch lieber die 6minütige Reportage auf 3sat an: Ein Skorpion gegen das Bienensterben – Altbekanntes Tier bekämpft die Varroa-Milbe“ Hier erfahren wir auch, dass der Pseudoskorpion wahrscheinlich gegen Oxalsäure resistent ist! Yeah! Noch ein Grund mehr für Bienenwohl statt Ameisensäure!

Bevor ihr Euch zur Unterstützung hier beim Verein Beenature anmeldet, gibt es zum Abschluss noch ein mit psychedelischer Musik unterlegtes Video, bei dem ein Bücherskorpion eine Milbe vernichtet. Wow, Bäh! und Kämpferische Grüsse von der Milbenfront!

*Nils

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Unsere Bienen – Zwischenstand nach zwei Wochen

Wahnsinn! Nach gerade mal zwei Wochen haben unsere Bienen bereits neun der Oberträger mit Waben bebaut. Wie das wuselt. Eine wirklich gute Idee war das Sichtfenster. So kann man jederzeit und mit nur geringer Störung die Bienen beim Bauen beobachten. Eine weitere Neuerung ist ein Trennschied mit kleiner Klappe und Zugang zu einem Extraraum wo die Futterschale stand. So konnten wir ohne große Störung das Zuckerwasser für die Anfütterung nachfüllen. Varroabehandlung haben wir noch vor der Brut mit Bienenwohl durchgeführt. Die Varroakontrolle geht mit den ausziehbaren Windeln wunderbar. Ein paar Tage später haben wir nach sehr genauen Suchen insgesamnt nur (!) 2 Milben gefunden! 🙂

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Schwarmfang

Rings um unsere Beute, stehen noch viele andere Völker und unterschiedliche Beuten. Heute konnten wir dem magischen Schauspiel des Schwärmens beiwohnen. Das Summen wird lauter. Die Luft füllt sich mit tausenden Bienen. Von Boden bis in vier Meter Höhe ist alles voller kleiner Punkte, bis sie sich zu einer Traube sammeln. In dem Fall haben sie sich auf dem Haselnussbaum gesammelt, von dem wir sie Ast für Ast, Traube für Traube, herunterholen und in einen Schwarmfangkasten einschlagen konnten. Währenddessen waren unsere Bienen ganz ruhig am Bauen ihrer ersten Waben.

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Unsere Bienen – Der Schwarm zieht ein

Yuchhuh! Wir werden Bieneneltern!!!

Heute morgen kam die Nachricht, dass ein Schwarm auf uns wartet! Wenn wir es noch bis zum selben Abend schaffen die Oberträgerbeute klarschiff zu machen, ist der Schwarm unser. Und wir ihr seht, wurde alles punktgenau mobilisiert. War das aufregend! Wie wir es uns gewünscht haben, steht die Beute jetzt in bester Gesellschaft im Garten des Bienenmuseums.

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weimar im wandel @ e.werk-festival

„Liebe Weimarwandler,

unsere Initiative wird Teil des e.werk-Festivals (http://www.ewerkweimar.info/das-festival/) sein. Lust mitzumachen?  Wir werden eine Art Stand haben, uns präsentieren und ins Gespräch kommen. (Zu erkennen sind wir an den Hängematten und Struhhüten… 🙂

Samstag und Sonntag ab 11.00 gibts Action rund um die Hochbeete, es dürfen neue gebaut und die schon stehenden bewundert werden. Außerdem können sich Alt und Jung am Lehmbauspielplatz austoben- Gaudi garantiert!

Am Sonntag zum Kulturgutflohmarkt werden wir von 11-15.00 veganen Kuchen kredenzen und Kräuterbutterbrote schmieren- Kräuter erntefrisch aus den Hochbeeten versteht sich. Außerdem wird die WiW-Bienengruppe Ihre Oberträgerbeute präsentieren und daran werkeln.

Wer Lust und Zeit hat, uns am Stand zu unterstützen, bitte melden!
Aber auch sonst freuen wir uns Euch zu sehen.“

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